Micron zieht sich vollständig aus der mobilen NAND-Entwicklung zurück und konzentriert sich auf High-End-Produkte, um auf die Welle der KI zu reagieren
Aktualisierungszeit: Aug 23, 2025 Leserzahl: 427
Micron kündigt vollständige Einstellung der Entwicklung von Mobile‑NAND an und fokussiert sich auf hochprofitable Speicherprodukte
Mit dem anhaltenden Wandel der Speicherstruktur passen Originalhersteller ihre Produktstrategien an, um auf die unterschiedlichen „heißen“ und „kalten“ Marktsegmente zu reagieren. Micron hat kürzlich bekanntgegeben, weltweit die Entwicklung zukünftiger Mobile‑NAND‑Produkte einzustellen, einschließlich der vollständigen Einstellung der Forschung und Entwicklung von UFS 5 (Universal Flash Storage 5). Laut Unternehmen liegt der Grund in der anhaltend schwachen Marktperformance von Mobile‑NAND und dem verlangsamten Wachstum – im Vergleich zu attraktiveren Perspektiven in anderen NAND‑Anwendungsszenarien.
Micron betont, dass das Einstellen der Mobile‑NAND‑Entwicklung keine Auswirkungen auf andere NAND‑Investitionen hat. Das Unternehmen wird sich weiterhin auf NAND‑Lösungen für hochwertige Endgeräte wie Unternehmens‑SSDs und Automotive‑Speicher konzentrieren. Gleichzeitig wird Micron den Bereich Mobile‑DRAM weiter ausbauen, um die Vollständigkeit der DRAM‑Produktreihe zu wahren.
Laut dem aktuellen Finanzbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 (März–Mai 2025) erzielte Micron einen Umsatz von 9,3 Mrd USD – ein Quartalswachstum von 15 % und ein Jahreswachstum von 37 %. Der DRAM‑Bereich war der Hauptwachstumstreiber mit einem Umsatz von 7,071 Mrd USD (76 % des Gesamtumsatzes), während der HBM‑Geschäftsbereich im Quartalsvergleich um fast 50 % zulegte. Der NAND‑Umsatz belief sich im gleichen Zeitraum auf 2,155 Mrd USD – ein Anstieg von 16,2 % im Quartalsvergleich, aber weiterhin unter der DRAM‑Leistung.
Mobile‑NAND wird hauptsächlich in Smartphones, Tablets und anderen tragbaren Geräten eingesetzt, einschließlich eMMC, UFS, Mobile‑SSDs und Flash‑Karten. In den letzten Jahren war das Wachstum dieser Produkte aufgrund schwacher Konsumelektronik‑Nachfrage begrenzt, weshalb sie nicht mehr im Fokus der Hersteller stehen.
Branchenlage: Klares Gefälle im Speicherbereich – Originalhersteller setzen auf High‑End-Produkte, manche Märkte leiden unter Angebotsknappheit
Der globale Speichermarkt zeigt sich aktuell dual: schwache Konsumelektronik verschlechtert die Nachfrage nach traditionellen Speicherprodukten, während der KI‑Boom die Nachfrage nach leistungsstarken, hochkapazitiven Speicherlösungen antreibt und somit als maßgeblicher Wachstumstreiber für Speicher‑Originalhersteller fungiert.
Als Reaktion auf diese strukturellen Marktveränderungen passen die Hersteller ihre Produktstrategien zur besseren Ressourcenallokation an.
Im DRAM‑Bereich konzentrieren sich die Originalhersteller auf High‑End‑Produkte wie DDR5 und HBM und reduzieren schrittweise die DDR4‑Fertigung. So hat Micron bereits im Juni 2025 einen Plan zur Einstellung von DDR4 angekündigt, mit einer schrittweisen Reduzierung der Auslieferung über sechs bis neun Monate, mit vollständiger Einstellung in Aussicht.
Durch die Kapazitätsreduzierung verschärft sich die DDR4‑Versorgung, was bei stabiler Nachfrage zu einem rasanten Preisanstieg auf dem Spotmarkt führte – auch vertragliche Preise werden für das zweite Halbjahr voraussichtlich weiter steigen.
Laut dem aktuellen Bericht von TrendForce (2025 H2) bleibt der DDR4‑Markt auch weiterhin unterversorgt, gestützt durch die starke Nachfrage seitens Server‑Märkten; Ressourcen für PC‑ und Konsumgütermärkte werden dadurch eingeengt. PC‑OEMs müssen DDR5 schneller einführen, während Konsumelektronikgeräte mit hohen Preisen und begrenztem Angebot kämpfen. Zudem steigt der Preis für Mobile‑DRAM: Im dritten Quartal verzeichnete LPDDR4X einen Anstieg, der den höchsten Single‑Quarter‑Anstieg der letzten zehn Jahre darstellt.
Im NAND‑Bereich verlagern Hersteller ebenfalls Kapazitäten hin zu hochmargigen Produkten. Profitiert vom KI‑Boom, floriert der Markt für Unternehmens‑SSDs. Laut TrendForce‑Umfrage im Juli steigen die Lieferungen für Plattformen wie NVIDIA Blackwell weiter – die Nachfrage im nordamerikanischen Servermarkt wächst, und erste Kunden in China zeigen starke Nachfrage – eine Entwicklung, die sich voraussichtlich ins zweite Halbjahr fortsetzt. Die Vertragspreise für Unternehmens‑SSDs dürften im dritten Quartal um 5 % bis 10 % steigen.
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